Gesünder und besser schlafen

Gebrauchte und ausgestellte Schlafzimmer-Einrichtung

Gesünder und besser schlafen

Gesünder und besser schlafen

No-Go oder gesunder Schlaf ohne Wohngifte?

Es war in der vergangenen Woche, als ich in einer Dokumentation darüber gehört habe, dass fabrikneue Schlafzimmermöbel für schlechten Schlaf verantwortlich sein und krank machen könnten. Eigentlich meint man das nicht. Denn eine neue Schlafzimmer-Einrichtung sollte eigentlich das Wohlbefinden steigern und die Wohn- und Schlafqualität steigern. Man hofft, im neu eingerichteten Schlafzimmer besser schlafen zu können. Doch oft ist das Gegenteil der Fall. Unweigerlich erinnere ich mich an eine Freundin, die immer Gebrauchtmöbel kauft, obwohl sie dies finanziell nicht nötig hat. Sie erzählt davon, dass nicht nur gebrauchte Möbel, sondern auch Second-Hand-Kleidung und sogar ältere Bettwäsche gesünder seien. Ist was dran, dass man am besten bei der Schlafzimmer-Einrichtung gut Gebrauchtes bevorzugt? Stimmt es, das neue Schlafzimmermöbel, Kleidung und Textilien krank machen können?

Was Umweltinstitut München e.V. dazu sagt

In der Tat: Krankheiten können verschlimmert oder ausgelöst werden durch Schadstoffbelastungen in Wohnräumen. Daran lässt der Umweltinstitut München e.V. keine Zweifel. Damit steht er nicht alleine. Häufig sind es Lösungsmittel die sich freisetzen. Auch Holzschutzmittel kommen demnach als Risikostoffe in Betracht. Allerdings kommen nicht nur Möbel als Verursacher der gefährlichen Wohngifte in Frage, sondern auch

  • Teppichböden
  • Bausubstanzen
  • Schimmel
  • verharzende Öle
  • Farbstoffe
  • Lacke
  • Klebstoffe
  • Spielzeuge
  • und anderes

Es lauern nicht nur im Schlafzimmer die risikoreichen Wohngifte. Doch gerade im Ruheraum halten wir uns viele Stunden am Stück auf, was die Belastung auf den Körper immens macht. Statt besser schlafen zu können, rauben häufig fabrikneue Schlafzimmermöbel uns den Schlaf. Daher wäre es absolut sinnvoll, zumindest und zuerst bei der Schlafzimmer-Einrichtung Ausstellungsstücke in Erwägung zu ziehen, wenn man keine Gebrauchtmöbel möchte. Dies kann wirklich gesünder seien. Nicht mehr werksneue Schlafzimmermöbel haben den enormen Vorteil, dass sie schon länger in Ausstellungsräumen standen und so ausgedünstet sind. Das vermindert die Absonderung von Wohngiften drastisch. Außerdem ist dies die günstigere Variante zu unbelasteten Naturholzmöbeln. Sie sind gesünder, kosten allerdings ein kleines Vermögen, das sich nicht jeder leisten kann.

Vorsicht bei neuen Möbel und Elektrogeräten

Vorsicht bei neuen Möbel und Elektrogeräten

Vorbeugen und besser schlafen

Wir sind keine Wissenschaftler, doch die Berichte über Wohngifte und gesundheitliche Folgen mehren sich. Zunehmend berichten auch die Menschen von Schlafproblemen. Allergien und andere Erkrankungen nehmen zu. Es ist gewiss kein Fehler, gesünder zu leben und Risiken durch Wohngifte insbesondere im Wohnraum zu minimieren. Zudem macht auch Schlafmangel krank. Rund um die Schlafzimmer-Einrichtung bieten sich viele Möglichkeiten an, die sich in fast jedem Haushalt realisieren lassen. Zusammengefasste Tipps helfen Ihnen, gesünder und besser schlafen zu können:

  • Gebrauchtmöbel bzw. Ausstellungsmöbel bevorzugen
  • neue Schlafzimmermöbel wenigstens 3-5 Wochen ausdünsten lassen
  • Bettwäsche vor erstem Gebrauch 2-3 mal waschen
  • Matratzenbezüge für Allergiker verwenden
  • Allergikerbettwäsche bevorzugen
  • unter dem Bett Freiraum für bessere Belüftung der Matratze schaffen
  • Staubfänger aus Schlafzimmer verbannen
  • regelmäßig Staubsaugen und Staubwischen
  • Bettwäsche morgens zum Lüften ans geöffnete Fenster schaffen
  • vor dem Zubettgehen Schlafzimmer lüften mit weit offenem Fenster
  • bei milden Temperaturen mit geöffnetem Fenster schlafen
  • nicht nur Bettzüge sondern auch Bettdecke und Kissen regelmäßig waschen
  • möglichst wenig Elektrogeräte im Schlafzimmer haben
  • beim Renovieren des Schlafzimmers auf Bio-Produkte achten

Wie findet man Wohngifte?

Ein sehr zuverlässiger Indikator für schädliche Substanzen kann die Nase sein. Unser Riechsinn fungiert als Schutzfunktion. Was und als unangenehm und penetrant riechend erscheint, kann eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Stechende Gerüche könnten Indikatoren für gesundheitsschädliche Lösungsmittel wie Cyclohexan oder Benzol, Weichmacher und Formaldehyde sein. Leider zeigt die Nase nicht alle gesundheitsschädlichen Substanzen an. Falls man die eigene Schlafzimmer-Einrichtung im Verdacht hat, ist es sinnvoll, sich auf die Suche zu machen, weil man Gefahr läuft, chronisch zu erkranken. Es empfiehlt sich, eine Raumluftmessung durchführen zu lassen. Gerätschaften zum Selbstmessen scheinen laut dem Umweltinstitut München e.V. nicht geeignet zu sein. Im Grunde wird wohl das Zurateziehen eines baubiologischen Sachverständigen von Nöten sein. Da dies mitunter mit hohen Kosten verbunden ist, erscheint es sinnvoll, zunächst präventiv für ein gesundes Raumklima im Schlafzimmer zu sorgen bzw. zu prüfen, ob sich durch die oben genannten Tipps bei Beschwerden Verbesserungen erzielen lassen. Für mich war es bis vor Kurzem undenkbar, Gebrauchtmöbel oder Ausstellungsmöbel anzuschaffen. Erst recht, was Schlafzimmermöbel angeht. Die Deko im Schlafzimmer war mir dagegen sehr wichtig. Doch weniger ist in dem Fall wohl doch gesünder und macht besser schlafen möglich.

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