Statt Schäfchen zählen kann man auch Ziegen zählen

Schäfchen zählen – Hilft´s?

Antiquiert und dennoch sinnbildlich für alle, die sich mit Einschlafstörungen rumplagen ist das Schäfchen zählen. Wer sich diesem Abendritual hingibt, soll schnell und besser schlafen. Gut gebettet werden dabei die Äuglein verschlossen und die Phantasie zeichnet eine hügelige grüne Wiesenlandschaft mit einem braunen Holzzaun. Ein Schäflein reiht sich an das nächste, um nacheinander über den Zaun zu hüpfen. Zählt man die flauschigen Wolllieferanten dabei, wie sie perlenkettenartig den Weidenzaun überspringen, soll sich der wohlige Schlaf bald einstellen. Eltern erzählen ihren Kindern auch heute noch die Mähr vom Schäfchenzählen. Funktioniert es dennoch?

Statt Schäfchen zählen kann man auch Ziegen zählen

Statt Schäfchen zählen kann man auch Ziegen zählen

Schäfchen zählen – Die Phantasie ist gefragt

Den Erfolg von Schäfchen zählen dürfte nicht bei jedem Menschen mit Einschlafstörungen zu verbuchen sein, der sich mächtig auf das Addieren der Schäfchensprünge konzentriert. Das Erzeugen der lebendigen Bilder in prächtigen Farben ist nämlich ein rechter Kraftaufwand für das menschliche Gehirn. Deshalb ist es auch nicht überraschend, zu erfahren, dass das Schäfchenzählen bei einigen Menschen eher das Gegenteil dessen bewirkt, was eigentlich damit erreicht werden möchte. Anstatt schneller und besser schlafen zu können, sind sie top fit und die Nacht wird durchgemacht. Man könnte also ebenso gut auch Ziegen oder Kühe zählen, der Erfolg oder auch Nichterfolg wäre der selbe.

Alternativen zum Schäfchenzählen

All die Menschen, bei denen das Schäfchenzählen nicht erfolgreich in den wohl verdienten Schlaf führt, müssen nicht verzweifeln. Neben dem Schäfchen zählen gibt es zahlreiche Tipps, die wesentlich erfolgreicher sind, wenn es darum geht, trotz Einschlafstörungen besser schlafen zu können. Häufig fällt das Einschlafen bereits deutlich leichter, wenn man der Ursache für die Einschlafproblematik auf den Grund geht. Die falsche Matratze, ungeeignete Bettwäsche, das hereinfallende Licht der Straßenlaterne, Kummer und Sorgen oder Aufgedrehtheit können solche Gründe sein. Ebenso können aber auch organische Ursachen der Anlass sein. Deshalb gilt immer: hält die Einschlafstörung länger an, muss ärztlicher Rat eingeholt werden.

Tipps zum besseren Schlafen

Das Schäfchenzählen gehört zu den Tipps, die sich spontan und ohne Aufwand umsetzen lassen. Wem es hilft, hat Glück. Wer trotz Schäfchen zählen nicht besser schlafen kann, sollte Ursachenforschung betreiben. Ist das Schlafzimmer gut gelüftet und nicht zu warm? Ist das Bett und das Kissen bequem? Stören Geräusche oder Licht das Einschlafen? Belasten Sorgen und Kummer die Nachtruhe? War das Essen am Abend zu üppig? Kreisen etwa die Gedanken um ein Problem, an dem man gerade zu Nagen hat? Ein Glas Milch und etwas Ablenkung beim Lesen eines Buches kann da schon ablenkend helfen. Größere Sorgen können mit Baldriandragees über Nacht schlafen gelegt werden. Bei Kindern ist eine Kuscheleinheit das richtige Beruhigungsmittel.

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